Ich habe Krebs.

Ich habe lange überlegt, wie ich mit diesem Thema umgehe. Spreche ich mit einigen ausgewählten Freunden und Familienangehörigen darüber, die stark genug sind, dass ich sie damit belasten kann? Erzähle ich es Kollegen, wenn ich wieder zurück im Büro bin? Oder teile ich es mit der ganzen Welt?

Da ich journalistisch tätig bin und gern schreibe, werde ich Protokoll führen. Alles möchte ich (noch) nicht von mir preisgeben.

Klar ist die Diagnose ein Schock, und emotional ist es eine Achterbahnfahrt – von Fassungslosigkeit über Verzweiflung bis hin zur sachlichen Evaluierung der Lage und dem Willen, die Krankheit zu besiegen. Dass ich das tun werde, davon bin ich zwei Wochen nach Konfrontation mit der Diagnose überzeugt.

Das Protokoll ist in erster Linie für mich, für Freunde und Bekannte aber auch für alle anderen, die das Thema interessiert oder krank sind – vielleicht findet der eine oder andere etwas Trost oder kann zumindest über einige absurde Momente lächeln.

Und ja, es macht Sinn, den blog von unten nach oben zu lesen 🙂

Hamburg, 13.03.2017
Das Foto zeigt den Ort, an dem mein Taiji-Unterricht stattfindet. Im Sommer ist das Training draussen im Park. Dass das Bild düster wirkt, liegt daran, dass in Hamburg meistens trübes Wetter ist und spiegelt nicht meine Stimmung wider.

alle Fotos: (c) Verfasserin des blogs „Der Feind in mir“

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