Unterwegs.

S: Weißt Du, dass es beim „Burning Man“ in der Wüste keine sanitären Anlagen gibt? Und man seinen Müll wieder mitnehmen muß?

Das ist mir entgangen, allerdings habe ich mich noch nicht so genau mit dem Event, der jährlich in der Wüste von Nevada stattfindet, auseinandergesetzt. Ich habe die Fotos von J., eines der California Girls, das ich in der Antarktis kennen gelernt habe, gesehen, und war Feuer und Flamme. Ich möchte zum Burning Man. S. ist auch interessiert, hat aber schon etwas besser recherchiert. Dieses Jahr wird es eh nix, denn meine Reiseplanung 2019 steht bereits. Was sanitäre Anlagen angeht, bin ich seit Tibet paralysiert. Ich werde etwas tiefer in die Recherche gehen, wenn es an der Zeit ist.
Dann erzählt S. von Israel, dem Toten Meer, dem See Genezareth, Bethlehem und Jerusalem und Tel Aviv und dem guten Essen, das sie dort im November genossen hat, und ich freue mich auf meine Exkursion im März.

Waage: Du hast zugenommen.

Ich schiebe die Waage durch’s Bad, manchmal bringt das ein paar Gramm, wenn sie woanders steht.

Schilddrüse: Ich bin nicht schuld!
Ich: Ich weiß. Und dafür bin ich sehr dankbar, dass Du trotz hinterhältigen Radiojod-Angriff weiter funktionierst.

Mülleimer: Was sind das neuerdings für Tüten – Kokoschips, Popcorn, Gemüsechips, Chinoa-Flips?
Waage laut aus dem Bad: Aha!
Ich: Das waren Testkäufe. Passiert nicht wieder. Ich wollte leckere Snacks, die gesund sind, aber so gesund sind die leider auch wieder nicht. Allerdings arbeitet der Hersteller an nicht-frittierten Chinoa-Flips, die würden mich dann schon interessieren.
Bauch: Könntest Du den oberen Knopf der Hose auflassen? Oder die Skiunterwäsche ausziehen. So geht das jedenfalls nicht.
Ich: Schon gut. Wir fahren jetzt an die See, dann wird geschwommen und gewandert.

Himmel über Travemünde: Ich bin grau. 
Ich: Das stört mich nicht. Ich mag Dich, egal ob blau, grau, schwarz oder bald auch Nordlichter-grün.

Café Niederegger: He – Du kommst gar nicht herein? Was ist los?
Ich: Ich hatte mehr Appetit auf ein Vollkornbrötchen mit Frischkäse. Und einen Kaffee ohne Milch. Bääm! Zwei Sünden weniger.

Ich gehe weiter, kehre in meinem Lieblingsladen ein, gönne mir ein neues T-Shirt (geplant) und eine gestreifte Bluse (ungeplant).
Abends geht es in mein Lieblingsrestaurant, ich bekomme einen schönen Tisch am Fenster – ganz ohne Reservierung, und es ist voll – schaue auf die großen Schiffe, die die Ostsee hinunterfahren, ganz dicht an meinem Gesicht vorbei und wie Hochhäuser aus dem Meer herausragen. Putenfilet, Wok-Gemüse, Ofenkartoffel, eine kleine Weißweinschorle und ein Buch – mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein.
Draußen ist es dunkel und kalt. Der Wind weht mir die Schneeflocken ins Gesicht, ich glitsche vorsichtig am Kai entlang, der Weg zum Hotel geht aufwärts, ich muß aufpassen, es ist rutschig und nass.

Vom Hotelzimmer im 13.ten Stock schaue ich über die Lübecker Bucht. Die beleuchtete Rentiergruppe steht nicht mehr am grüngestreiften Leuchtturm, sondern weiter unten kurz vorm Grand Hotel Atlantic.
Morgens um 8.00h bin ich bereits wieder im Pool und ziehe meine Bahnen. Danach ein gesundes aber ausgiebiges Frühstück (note to myself: was die Waage sagt, kannste Dir denken) und ein ausgedehnter Spaziergang am Strand entlang.

Ich: Wohin geht ihr?
Rentiergruppe: Immer weiter, weiter, weiter.

Himmel über Hamburg: Ich bin blau.
Haushalt: Du musst Dich um mich kümmern!
Wäscheständer: Die Wäsche ist längst trocken.
Koffer: Ich muss ausgepackt werden.
Badeanzug: Ich möchte nicht mehr im Bad rumhängen.
Waage: Du…
Ich: Ich ignoriere Dich!
Fußboden: Warum schüttelst Du die Regenhose aus, jetzt ist alles voller Sand. Ich muß gewischt werden.
Bett: Nicht die Regenhose! Zu spät. Sand ist im Bett.
Tulpen in Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer: — Keine Reaktion. Sie sind tot. Ich werfe sie weg.
Baum: Ich habe alle Blätter abgeworfen. 
Ich: Das sehe ich.
Abwasch: Also wenn Du Tee trinken möchtest, müsstest Du erst eine Tasse abwaschen.
Neue Bluse: In diesen Kleiderschrank soll ich? Es ist hier unordentlich.

Ich: Wie geht es Dir?
Ich stelle mich neben mich und schaue mich an.
Ich: Es geht mir gut.
Und koche mir erstmal einen Figurschmeichler-Tee (Kurkuma-Mate), bevor ich den Haushalt in Angriff nehme.

Montag: Taiji ✔️
Dienstag: Stretching und Meditation ✔️
Mittwoch: Herzsport ❌ (stattdessen Schauspielhaus: Krankenakte Robert Schumann mit Mathias Brandt, und das war bereits das Theater-Highlight 2019!)
Donnerstag: Gym ✔️
Freitag: Schwimmen ✔️
Samstag: Schwimmen ✔️und 11.167 Schritte ✔️
Sonntag: Schwimmen ✔️und 7.246 Schritte (Stand: 15.34h) und Aktion Haushalt 🔛

 

3 Gedanken zu “03.02.2019

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s