Unterwegs.

Ich atme tief durch, als ich nach draußen schwimme. Das Wasser ist kalt, die Luft noch kälter. Dunst steigt über dem Aussenbecken des öffentlichen Bades auf, doch einige Tapfere ziehen ihre Bahnen. Das 90-jährige Pärchen ist nach mehreren Wochen Krankheit wieder dabei, drei plaudernde Rentnerinnen und ich. Auf der Schnellbahn ist mehr los; in gleichmäßigem Rhythmus kraulen die Kampfschwimmer hin und her, Wassertropfen fliegen durch die Luft um wieder ins Becken einzutauchen.

Während ich meine Bahnen ziehe, denke ich an das phänomenale Konzert und die Ansprachen, die Matt, Leo und der King of Sludge auf der Bühne gehalten haben: wie dankbar sie seien, dass sie hier in Zürich auftreten können und überhaupt 11 Monate im Jahr on tour sind – weil wir, ihre Fans, es ermöglichen, weil wir sie sehen möchten, eine Band, die mit täglichen Auftritten in der U-Bahn in New York gestartet ist. Und sie so gut wie nie ihre Familie und die Freunde sähen, weil sie nie zu Hause seien, sagt Matt. Aber dass er täglich mit seinen zwei besten Freunden zusammen sein darf, antwortet Leo. Und dass sie ihren Traum leben. Und jeder seine Träume leben soll. Und dass Kreativität wichtig sei, bei ihnen dürfe jedes Bandmitglied auf der Bühne machen was es will.
Und das schafft wunderbare einzigartige Konzerte, die alle anders ausfallen, das kann ich mittlerweile gut beurteilen.
Außerdem stünden sie – wie nach jedem Konzert – zum meet & greet mit ihren Fans zur Verfügung, sie freuen sich darauf, Fragen zu beantworten oder selfies mit ihnen zu machen.
Nicht nur die Musik ist brillant – auch die Werte, die die Band hier anspricht, stimmen mit meinen überein: Dankbarkeit, Demut, Respekt, positives Denken und das Leben der eigenen Träume.

Auf dem Flughafen stöbere ich mich durch die Lindt- und Sprüngli-Shops: ich suche nach Schokolade mit über 73% Kakaoanteil, die ich noch nicht kenne. Und werde bei einem anderen Schweizer Label fündig – Noir Noisette – sans sucre ajouté. Ohne Zucker, mit Stevia. Ich kaufe eine Tafel für mich und eine für C., die ich ihr heute als Dank für die Äpfel zur Meditation mitbringen werde.

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2 Gedanken zu “6.11.2018

    1. schmeckt ähnlich wie die, die man in Deutschland kaufen kann; finde, es gibt keine gute Auswahl an dunkler Schokolade. Aber ich mag eigentlich lieber helle Milchschokolade, esse sie allerdings nur sehr selten, da nicht gesund

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