Tag 7

150km sind es bis Sakya (4250m), unserem heutigen Etappenziel. Es hat die Nacht durchgeregnet, die Straßen sind teilweise überschwemmt und schlammig.

Der Reiseleiter verkündet, daß es keine festen Sitzplätze im Bus gibt und man mal tauschen möge. Kein Wunder, denn die Sitzplatzdebatte ging wieder los. Ich habe die letzen Tage am Notausgang gesessen, der hat mehr Beinfreiheit – und da der Sitz neben mir zum gucken schlecht ist, blieb er frei. Heute setzt sich A. zu mir. Sie ist Schulleiterin aus Hamburg, wir unterhalten uns über den Everest und die Bergsteiger.

Der Bus passiert den nächsten Pass mit 4520m und bleibt kurz vor Sakya im Schlamm stecken. Der LKW-Fahrer, der unsere Koffer transportiert und hinter uns herfährt, muß helfen.

Die Wolken sind zum Greifen nah, stellt meine Zimmergenossin fest. Kein Wunder, sage ich, Hamburg liege auf 6m über NN, heute sind wir auf 4500m über NN. Und wir werden den Wolken noch näher kommen.

In Sakya liegt der Hund begraben. Außerdem ist es das zweite Hotel in Folge, in dem es nur kaltes Wasser (in einem kalten Badezimmer) gibt. Immerhin fliesst es aus dem Hahn. Ich werde gleichmütig.

Natürlich gibt es in Sakya auch wieder ein riesiges Kloster zu besichtigen. Da es sonst nichts zu sehen gibt, besichtige ich mit.

Nachtrag:

Mach Dich duschbereit, ruft K. aus dem Bad, wir haben warmes Wasser! Ich reagiere sofort, wir machen einen fliegenden Wechsel, das Bad schwimmt, das Wasser ist heiß. Wir kochen uns noch einen Tee und stellen fest, dass wir hier die kleinen Dinge zu schätzen lernen.

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2 Gedanken zu “5.8.2018

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