Unterwegs.

Avocado, Himbeeren, Bananen, Zitrone, Wurzeln, Nektarinen, Ingwer, Zartbitterschokolade.

Wem von uns die Zartbitterschokolade gehöre, fragt der Kassierer. Die gehöre den Jungs hinter mir, antworte ich und schaue auf’s Band. Die circa 20-Jährigen haben exakt dieselben Dinge wie ich auf das Band gelegt, inklusive der Zartbitterschokolade. Das ist in dem Penny, der zwischen Kaifu-Bad und Bahnhof liegt, eher ungewöhnlich. Normalerweise stapeln sich Fertiggerichte, Chips und Alkohol auf dem Band vor und hinter meinen Einkäufen.
Ich greife nach einem Kinderschokoriegel aus dem Regal über der Kasse. Möchtest Du auch einen? fragt der eine Junge seine Begleitung. Ne, sowas esse ich nicht, antwortet dieser.
Ich fühle mich ertappt, eigentlich esse ich sowas auch nicht mehr. Aber nach dem Schwimmen und einer auch sonst aktiven Woche gönne ich mir den Riegel, ausnahmsweise, als kleine Belohnung.
Der Kassierer lacht und amüsiert sich über unsere identischen Einkäufe, meinen Einkauf stopfe ich in die Schwimmtasche.

Glitzerwasser, gebräunte Haut, Sonnenschein, Vogelgezwitscher, blätterraschelnde Bäume, ein Schokoriegel. Wem denn dieser schöne Tag gehöre, frage ich mich. Der gehöre mir, antworte ich und schaue in den Himmel.

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6 Gedanken zu “29.6.2018

  1. Eine schöne Szene! Mir geht es immer wieder ähnlich im Supermarkt. Andere Kunden sprechen mich darauf an, dass nur Gemüse und Obst auf meinem Bandabschnitt liegt, davor und danach aber jenes von dir beschriebene Convenience- und Raffineriezuckerzeug … 😉

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