Unterwegs.

Ich setze mich auf. Die Menschen um mich herum packen ihre Badesachen ein; der eben noch blaue Himmel ist diesig und verschwimmt mit der Nordsee. Ich nehme mein Badetuch und mache mich auf den Rückweg.
Dann kann ich doch noch das nette Angebot meines kleinen Hotels, das am äussersten Zipfel von Westerland liegt, annehmen, es gibt verschiedene Kaffeesorten und Kuchen zwischen 15.00h und 17.00h auf’s Haus. Mit einem Latte Macchiato, zwei Keksen und einem Buch mache ich es mir  im Strandkorb, der im Garten steht, gemütlich.

Da ich keine Lust habe, heute Abend wieder ins Zentrum von Westerland zu marschieren, folge ich dem Tipp der Hotelmanagerin und zwei anderen Gästen, die ich an der Rezeption treffe: auf dem Campingplatz könne man sehr gut essen, dort gebe es eine Osteria. Das klingt skurril, und in mir schlägt definitiv kein Camperherz, aber ich bin neugierig und abenteuerlustig. Am Waldrand des Südwäldchens wandere ich Richtung Campingplatz, zur linken liegen Felder und Wiesen, ab und an überholt mich ein Radfahrer.
Die Campingwagen stehen dicht an dicht, dazwischen sitzen Menschen auf Klappstühlen. Ehrlich gesagt, ich kann mir schöneres vorstellen. Ganz am Ende des Platzes ist ein Holzhaus, das die Osteria beherbergt. Ich setze mich wieder in einen Strandkorb, der vor dem Haus steht und bin gespannt. Der junge Kellner ist supernett, duzt mich und rät zum Grauburgunder. Dazu nehme ich Putensteaks mit Gemüse und Kartoffelspalten. Ich freue mich, dass ich dem Tipp der drei Damen gefolgt bin, das Essen ist wirklich sehr lecker und das Ambiente ungewöhnlich, zumindest für mich.

Zurück geht’s durch den Wald; das Licht fällt durch die Baumwipfel, an einem See blühen gelbe Blumen. So gelb wie mein Dachzimmer im Hotel, das nicht nur gelbe Wände sondern auch gelbe Jalousien an allen drei Fenstern hat, durch die die Sonne den Raum zum Leuchten bringt.

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11 Gedanken zu “3.6.2018

  1. Wie schön! Für die Seele, zum ausspannen und „ankommen“ gibt es (fast) nichts besseres als die See. Ich bevorzuge zwar die OStsee aber ab und an darf es auch die Nordsee sein 😉
    Weiterhin eine schöne Zeit und viel Erholung!
    Gruß
    Anke

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  2. Ich war ja vor einer Woche in Sylt und habe da die heißesten Tag auf Sylt seit 130 Jahren erlebt. War auch mal interessant, richtig karibisches Feeling, auch wenn mir kühlere Temperaturen und vor allem hohe Wellen besser gefallen, als ein ruhiges Meer ohne jede Brandung. Ich hoffe die hohen Wellen, wegen denen ich immer nach Sylt fahre, kommen bald wieder. Der Taxifahrer meinte dass es bei Ostwind nie Wellen gibt und der Ostwind hat sich leider schon seit 2 Monaten festgesetzt. Aber der Sonnanuntergang in Wennigstedt war traumhaft. In Westerland war ich ein mal aber das ist mir zu unromantisch und zu wenig naturnah, vor allem die vielen Bausünden aus den 60`er Jahren stören mich.
    In Wenningstedt sieht man nur pitureske Häuser und sehr hohe Dünen, da finde ich es am Schönsten. Ich hab`dort immer eine Ferienwohnung von SAS .

    Lg

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  3. Warst Du wirklich nur für eine Nacht auf Sylt ? Ich bin im November mal für 2 Nächte (= abzüglich An- und Abreise nur 1 Tag !) nach Sylt gefahren mit 16 Stunden Zugfahrt insgesammt, sowas macht nur ein echter Syltfan ! Aber der Tag war mein schönstes Sylterlebnis. Es war absolut windstill, bei 15 ° und strahlendem Sonnenschein und den höchsten Wellen die ich je am Meer erlebt habe (ich bin immer auf der „Jagd “ nach den höchsten Wellen ). Dort Würde ich gerne mal hinreisen, da gibt es die höchsten Wellen der Welt, noch dazu Surfer die darauf reiten. https://www.youtube.com/watch?v=Ftok14M5p8g
    Wäre das auch was für Dich ?
    LG

    Gefällt 1 Person

    1. ja, meine Anfahrt ist nicht so lang – 3 Stunden mit der Bahn, dabei lese ich entspannt oder schaue aus dem Fenster. Perfekt für ein spontanes Wochenende. Ich kann nicht surfen, insofern finde ich das zwar sehr beeindruckend, aber ich würde eher zuschauen. Und Du – surfst Du? LG aus Hamburg

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